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Medizinische Versorgung 

1992 Centre de santé Bringakro 1 (Olivier 1992).JPG

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Gesundheitszentrum in Bringakro

1992, noch vor der offiziellen Vereinsgründung, bauten Vorstandsmitglieder gemeinsam mit der Dorfbevölkerung ein kleines Gesundheitszentrum. Sie wurden dabei durch das Centre Suisse de Recherches Scientifiques (CSRS) und die Schweizer Botschaft in Abidjan unterstützt. Die Kurzausbildung des dörflichen, medizinischen Personals (Hilfskrankenpfleger und Geburtshelferinnen) wurde durch die staatlichen Institutionen vorgenommen und durch das Dorf Bringakro finanziert. Der Betrieb des Gesundheits-zentrums inkl. An- und Verkauf der Medikamente garantierte ein lokales Gesundheitskomitee. Ein weiteres dörfliches Komitee verwaltete eine Krankenkasse, die Geld für Krankenhausaufenthalte zur Verfügung stellte, das später zurückbezahlt werden musste. 2008 konnte das Gesundheitszentrum in Bringakro mit Hilfe der NGO Espoir santé erweitert werden. Der eine Teil des Gesundheits-zentrums dient der Versorgung von Kranken und Verletzten, der andere Teil den Frauen als Geburtsstation (Maternité).

Eine Umfrage in der Region ergab 1994, dass die in Bringakro vorgenommenen Verbesserungen im Gesundheitsbereich von den anderen Dörfern sehr befürwortet wurden und sie ähnliche Einrichtungen auch bei sich aufbauen möchten. Diese Bedarfsabklärung war u. a. ausschlaggebend für die Gründung des Vereins Sinzénou Djanfouè. 

2022 wurde das Gesundheitszentrum mit Unterstützung vom Verein Sinzénou Djanouè saniert und 2025 wurde zusätzlich die Wasserversorgung erneuert. 

​Gesundheitsposten in Angbavia

2004 erbauten die Leute von Angbavia einen kleinen Gesundheitsposten im Dorf. Der Verein Sinzénou Djanfouè steuerte die Ausrüstung und einen Grundstock an Medikamenten dazu bei. Dieses Dorf liegt am weitesten von Bringakro entfernt und kann das Gesundheitszentrum dort nur beschränkt nutzen. Eine eigene kleine Krankenstation für die Dorfbevölkerung, war ein grosses Bedürfnis.

cas_de_sante_angbavia.JPG
2001 Maison d'infirmier Bringakro 1 (Sinzénou Sud 2007).jpg

Haus für Krankenpfleger

Das Gesundheitszentrum in Bringakro wurde zunächst nur von angelerntem Pflegepersonal betreut. Damit der ivorische Staat im Gesundheitszentrum einen ausgebildeten Krankenpfleger anstellte, musste das Dorf Bringakro 2001 ein Haus bauen und dem Krankenpfleger zur Verfügung stellen. Seit 2002 steht das gut funktionierende Gesundheitszentrum in Bringakro nun unter der Leitung eines staatlich ausgebildeten Krankenpflegers. Etwas später wurde dort auch eine gelernte Hebamme angestellt.

Ausbildung Hilfskrankenpfleger

Nach der Ausbildung von zwei Hilfskrankenpflegern in Bringakro 1992, folgte eine ähnliche Ausbildung für je zwei Hilfskrankenpfleger:innen für die übrigen Sinzénou Dörfer: 2002 für Angbavia, 2009 für N’da Kouassikro und 2010/11 für Allouminankro, Tafissou, N’Klohidjo, N’da Dibikro, Abokro und Gbakokro. Zudem benutzten die Hilfskrankenpfleger von Bringakro, Angbavia und N’da Kouassikro den Ausbildungs-lehrgang 2010/11 als Repetitionskurs. Die Teilnehmenden erhielten zum Abschluss ein Kurs-Attest. Die Hilfskranken-pfleger versorgen die lokale Bevölkerung medizinisch oder organisieren bei gravierenderen Fällen den Transport in ein Regionalspital. 2014 und 2017 finanzierte der Verein Sinzénou Djanfouè einen Auffrischungskurs mit Supervision, der vom Krankenpfleger von Bringakro durchgeführt wurde.

2002 Case de santé avec aide-soignant Angbavia 3 (Karin 2009).JPG
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Ausbildung Geburtshelferinnen

Nach der erfolgreichen Ausbildung von je zwei Hilfskrankenpflegern pro Sinzénou Dorf erfolgte 2012 die gemeinsame Ausbildung von je drei Geburtshelferinnen pro Sinzénou Dorf. Die Ausbildung wurde vom Verein Sinzénou Djanfouè finanziert und durch die staatlich angestellte Hebamme von Bringakro koordiniert, durchgeführt und nachbetreut. Im Anschluss daran erhielten die Geburtshelferinnen ein Kurs-Attest. Die Geburtshelferinnen begleiten die Frauen vor, während und nach der Geburt und organisieren den Transport der Frauen für die Geburt ins Gesundheitszentrum von Bringakro. Zudem organisieren sie Frauentreffen und informieren die weibliche Bevölkerung dabei über frauenspezifische Themen aus dem Gesundheitsbereich. 2014 und 2017 finanzierte der Verein Sinzénou Djanfouè einen Auffrischungskurs mit Supervision, der von der Hebamme von Bringakro durchgeführt wurde.

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